In unserer Mädchen-Intensiv-Wohngruppe der ISA KOMPASS gibt es tierischen Zuwachs: Zwei Alpakas sind vor einigen Wochen eingezogen und bereichern den Alltag der Kinder und Jugendlichen.
Unsere Alpaka-Herde
Da Alpakas Herdentiere sind und nicht allein gehalten werden dürfen, besteht die neue kleine Herde nun aus drei Tieren: einem 17-jährigen Wallach und zwei jüngeren Hengsten. Der ältere Alpaka-Herr hat in der Eingewöhnungszeit eine besondere Rolle übernommen und die Jungtiere behutsam begleitet. So hat sich schnell eine stabile Gruppendynamik entwickelt, in der die Tiere als kleine „Alpaka-Community“ zusammengewachsen sind.
Die Tiere leben auf großzügigen Weiden und einer eigenen Wiese zum Grasen. In der Wohngruppe spielt der Umgang mit ihnen eine wichtige Rolle im Alltag: Es wird gefüttert, gemistet und regelmäßig mit den Alpakas spazieren gegangen. Dabei lernen die Kinder und Jugendlichen Verantwortung zu übernehmen und sich auf die Bedürfnisse eines anderen Lebewesens einzustellen.
Das Zusammenwirken von Menschen und Tier
Besonders wertvoll ist dabei die Wirkung der Tiere auf die jungen Menschen. Alpakas sind neugierig, aber auch vorsichtig – sie kommen nah heran, halten jedoch immer einen gewissen Abstand. Diese natürliche Mischung aus Interesse und Zurückhaltung wirkt auf viele Kinder beruhigend. Nicht nur schüchterne oder zurückhaltende Kinder profitieren davon: Auch Kinder und Jugendliche, die oft voller Energie sind, lernen im Umgang mit den Tieren, ihr Tempo anzupassen und ruhiger zu reagieren. Tun sie das nicht, erhalten sie unmittelbar eine Rückmeldung – die Alpakas ziehen sich aus dem Kontakt zurück.
Die Tiere reagieren zudem sehr sensibel auf Stimmungen und spiegeln die emotionale Verfassung der Kinder wider. Dadurch entsteht eine besondere Form der nonverbalen Kommunikation, die den Beziehungsaufbau zwischen Kindern und Fachkräften unterstützt.
Unsere Wohngruppe stellt sich vor
In der Wohngruppe leben insgesamt sieben Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 16 Jahren, begleitet von sieben Fachkräften. Neben den Alpakas gehören auch Hühner, Hasen und die kleine Katze Minna zur tiergestützten Arbeit vor Ort. Der kleine Tiger ist nicht nur draußen unterwegs, sondern spielt auch im Haus eine wichtige Rolle im Alltag der Mädchen.
Ein fester Bestandteil des Tages ist die tägliche Tierzeit nach dem Mittagessen, noch vor den Hausaufgaben. In dieser Zeit entstehen oft kleine, aber bedeutsame Erfolgserlebnisse. Die Kinder entwickeln eine Beziehung zu „ihren“ Tieren, die oft ganz individuell zu ihnen passen.
Qualität und Haltung unserer Arbeit
Die Mitarbeitenden haben sich im Umgang mit den Tieren fortgebildet und geben ihr Wissen kontinuierlich an die Kinder weiter. So wird die tiergestützte Arbeit professionell begleitet und fest in den Alltag der Wohngruppe integriert.
Die Alpakas sind damit weit mehr als neue Bewohner – sie sind zu wichtigen Brückenbauern geworden, die Verbindungen schaffen: zwischen den Kindern, den Fachkräften und nicht zuletzt zu sich selbst.




















